Piemont – die Genussregion im Norden Italiens
Wenn Sie einmal die Zeit finden, lohnt sich eine Reise ins italienische Piemont ganz besonders.
Die Region liegt im Nordwesten Italiens, rund um Turin (Torino), und ist berühmt für ihre
Weinkultur, Trüffel, Haselnüsse und eine Landschaft aus sanften Hügelketten – mit den Alpen als dramatischer Kulisse.
Anreisen kann man bequem per Flug nach Turin, mit Bahn oder Bus – am individuellsten bleibt jedoch das Auto.
Unsere Route führte uns über einen Zwischenstopp am Gardasee
direkt weiter in die „Trüffelhauptstadt“ Alba. Diese Kombination ist ideal:
erst Seeluft und Berge, dann Hügel, Weinberge und die berühmte piemontesische Küche.
Wer tiefer einsteigen möchte: Die Weinlandschaften von Langhe-Roero und Monferrato gehören sogar zum UNESCO-Welterbe.
Mehr Hintergrund dazu finden Sie auf der UNESCO-Seite:
Vineyard Landscape of Piedmont.
Für Reiseinspirationen und Regionen-Überblick ist außerdem die offizielle Seite hilfreich:
Visit Piemonte.
Trüffel aus Alba – das „weiße Gold“
Ja: Trüffel aus Alba – und wenn, dann am liebsten der weiße Trüffel.
In und um Alba dreht sich in der Saison gefühlt alles um dieses Aroma-Wunder.
Besonders spannend sind die Monate Oktober bis Januar: Dann liegen Trüffel-Auslagen in vielen Geschäften,
und das Thema Genuss ist überall präsent.
Die Preise können erstaunlich sein: Je nach Qualität und Angebot bewegen sich weiße Trüffel oft in hohen Regionen.
Das gehört zur Faszination – und macht deutlich, warum der Trüffel hier so zelebriert wird.
In Trattorien und Enotheken begegnet man den kreativsten Varianten: mal klassisch, mal modern, aber fast immer mit Respekt
vor dem Produkt.
Besonders gut passen im Piemont die häufig angebotenen Tajarin (feine Eiernudeln) zu Trüffelgerichten.
Tajarin mit weißem Trüffel – das ist nicht nur Essen, das ist ein Erlebnis. Und Alba ist dabei längst nicht „nur Trüffel“,
sondern auch ein perfekter Ausgangspunkt, um die Hügel der Langhe zu erkunden.
Barolo, Barbaresco & Co. – große Namen, kleine Orte
Barolo, Barbaresco, Barbera, Nebbiolo – diese Namen klingen wie ein Versprechen.
Und tatsächlich: Wer im Piemont isst, sollte auch den passenden Wein probieren.
Barolo und Barbaresco sind nicht nur Weine, sondern auch Orte in den Hügeln der Langhe.
Die Bezeichnungen stehen für Herkunft, Stil und Tradition.
Wenn Sie zu Tajarin oder einem Trüffelgericht einen passenden Rotwein wählen möchten, ist ein Barbaresco oft eine wunderschöne Wahl.
Und wer gern tiefer liest, findet Hintergrundwissen zum Wein hier:
Barolo (Wein).
Auch die Gegend um Asti hat ihren eigenen Charakter: von trocken-feinperligen Spumante bis hin zu den bekannten,
leicht süßlichen Varianten. In Canelli gibt es zudem beeindruckende, teils kilometerlange unterirdische Kelleranlagen.
Wer vorher plant, kann dort Führungen und Degustationen erleben – ein schöner Kontrast zu den Weinbergen über der Erde.